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Der Angelhaken

Geschrieben von: Carmen Wingenbach

Wer sitztet des Nachts im rauhen Sturm?
Es ist der Angler mit seinem Wurm.
Er hält den Köder in der Hand,
er keinen bessren Wurm dort fand.

"Sag Wurm, warum birgst Du so bang dein Gesicht?"
"Siehst Fischer Du den Haken nicht?
Den Haken, rund, metallen, fein,
mich dünkt, dies wird mein Ende sein."

"Mein lieber Wurm, komm fang mit mir
die Fische im See und andres Getier!
Manch schöne Opfer sind im Gewässer,
drum schweige still, ich weiß es besser."

"Oh Angler, oh Angler, und hörest Du nicht,
wie der Angelhaken zu mir spricht?"
"Bleibe ruhig, bleibe ruhig, mein Wurm,
in des Wassers Wellen säuselt der Strum."

"Ich spieke dich auf, ich seh schon den Glossary Link Aal,
und bist du nicht willig, so werd ich brutal.
"Oh Anler, oh Angler, jetzt spür ich den Stahl!
Der Angelhaken verursacht mir Qual!

Den Angler freut es, und er wirft munter,
Die Angel ins Wasser, sie taucht sofort unter.
Ein Fisch beißt hinein in hungriger Not
Der Wurm überlebt es - der Angler ist tot.

Nach einer Ballade von:
Johann Wolfgang von Goethe

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