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Glossary Link Feedern

Einführung - Feedern in der Elde

Das Feedern bezeichnet das Angeln mit dem Glossary Link Futterkorb (engl. Feeder = Fütterer, Futterkorb; Aussprache: Fiedern) und wird immer beliebter.

Die Vorteile überwiegen:

  • geringe Anschaffungskosten (Ruten gibt es schon ab 20 €)
  • schnelle und gute Fangerfolge
  • zwar weniger aber dafür größere Fische
  • es kann auf großer Entfernung geangelt weren (bis zu 150m)
  • Angeln selbst in sehr starker Strömung noch möglich
  • leicht zu erlernende Angelmethode

Gerade in der kalten Jahreszeit bietet sich das Angeln mit dem Futterkorb an. Die Strömung ist für die Stippe oft zu schnell, weiterhin beißen jetzt die großen Rotaugen. Oft sind auch noch Brassen in allen Größen an den Haken zu bekommen. Die Anfänge des Feederns reichen bis ins 17. Jahrhundert. In „The Gentlemen’s Recreation“ von Nicholas Cox von 1674 wird bereits eine Art Futterkorb beschrieben. Den Futterkorb so wie es ihn heute gibt ist ungefähr 1950 das erste mal aufgetaucht. (Quelle: Fisch und Fang)

Das Gerät
Um mit dem Futterkorb zu Angeln sind spezielle Angelruten vorteilhaft. Diese Ruten besitzen eine sehr feine Spitze, die als Glossary Link Bissanzeiger dient. In der Regel werden zu jeder Glossary Link Feederrute 2 bis 3 Wechselspitzen mit unterschiedliche Stärke geliefert. Das Glossary Link Wurfgewicht der Feederruten ist dagegen recht hoch, damit auch schwere Futterkörbe recht weit geworfen werden können. Es gibt Feederruten mit 300  g Wurfgewicht und 4,50 m Länge.
Für die Glossary Link Elde reicht eine einfache Carbon-Composite Feederrute mit 3,00 bis  3,60 m Länge und einem Wurfgewicht von ca. 60 bis 80 g aus. Solche Ruten gibt es bereits für 20 bis 30 € zu kaufen und decken die meisten Einsatzgebiete erstmal ab. Als Rolle benötigt man ebenfalls keine HiTec- Feederrolle, sondern eine einfache kleine Glossary Link Stationärrolle reicht aus. In der Regel wirft man in der Elde nicht über 20 m, sodass eine 20er bis 25er monofile Schnur optimal gerüstet ist. Bei größeren Entfernungen sollte man eine dünne geflochtene Schnur auf die Spule aufspulen. Weiterhin benötigt man noch eine Auswahl von Futterkörben um für alle Strömungsverhältnisse gewappnet zu sein. Ich bevorzuge Drahtgitterfutterkörbe mit Gewichten von 20g bis 100g. Nicht vergessen darf man den richtigen Haken, es gibt bereits fertig gebundene Feederhaken zu kaufen, man kann sich aber auch die Haken selber binden. Ich bevorzuge Haken der Größe 16 bis 10 je nachdem welche Fische zu erwarten sind, als Universalgröße kann 12er Haken verwenden. Für Rotaugen mit Gewichten von 150g bis 500g reichen Haken der Größe 14 aus. Beißen gelegentlich kleiner Brassen nimmt man lieber einen 12er Haken, bei großen Brassen oder gar Karpfen ist eine Hakengröße von 10 besser geeignet. Die Vorfachstärke ist der Hakengröße angepasst 10er Vorfächer für kleine Haken und 14er für größere Haken. Stärkere Vorfächer sind nicht nötig.

Das Futter
Ohne Futter wäre Feedern kein Feedern. Deshalb sollte man davon in ausreichender Menge mitnehmen. Es gibt fertige Feedermischungen zu kaufen, die in ihrer Konsistenz dem Angeln mit dem Futterkorb optimal abgestimmt sind. Es gehen aber auch andere oder selbst angerührte Mischungen. Wichtig ist, dass das Futter solange im Korb bleibt bis dieser am Grund liegt, dort soll es sich dann allerdings zügig auflösen. Über Futtermischungen wird in einem anderen Beitrag noch näher eingegangen. Wichtig ist, dass der Futterkorb bei jedem Wurf neu bestückt wird und man möglichst immer wieder die gleiche Stelle anwirft. Dem Futter kann man noch gekochtem Mais, Hanf, Maden oder klein geschnittene Würmer beimischen, aber nicht zu viel, damit der Fisch nicht satt gefüttert wird.

Die Montage
Es gibt verschieden Möglichkeiten den Futterkorb auf die Hauptschnur zu montieren. Die einfachste ist den Korb mit einem Durchlaufröhrchen frei laufend auf die Hauptschnur zu montieren, eine andere Möglichkeit ist der Glossary Link Seitenarm. Weierhin gibt es die Glossary Link Schlaufenmontage, die ich bevorzuge. Auch hiebei gibt es einige Varianten. Das Prinzip der Schlaufenmontage ist in der folgenden Skizze erläutert:

Schlaufenmontage

oder als Video: {youtube}OTAdXvwFkBw{/youtube}

 

Als Vorfachlänge verwende ich 50 bis 80 cm, je nach Beißverhalten. Bei schweren Futterkörben ( über 80g ) schalte ich noch einen kurzes Stückchen (ca. 20 cm) Feeder Gum zwischen Futterkorb und Glossary Link Vorfach. Es dient als Schockabsorber um die Schläge der Brassen abzupuffern. Ohne Gummi sind mir zu viele Brassen wieder ausgeschlitzt.

Angelköder
Mein Lieblingsköder ist Dosenmais aus dem Supermarkt. Er ist einfach zu beschaffen, preiswert und lange haltbar. Die Rotaugen lieben diesen Köder, auch Brassen und Güster verschmähen ihn nicht. Auch Rotwürmer sind nicht zu verachten, ich bevorzuge den Glossary Link Dendrobena (Riesenrotwurm). Er ist lange sehr lebendig am Haken und wird auch nicht so einfach von den Kleinfischen vom Haken gelutscht. Leider ist er aber auch recht teuer und mit einer Dose kommt man nicht lange aus. Notfalls gehen aber auch die Mistwürmer aus den heimischen Kompost. Ich mache dann aber gleich zwei oder drei Würmer an den Haken. Manchmal geht auch ein Bündel aus mehreren Fleischmaden ganz gut. Gerne kombiniere ich auch zwei Köder miteinander, z.B. Mais und Wurm ist auf große Brassen recht fängig.

Das Angeln
Die Angel wird in Griffweite vom Angler abgelegt. Es gibt spezielle Feederrutenablagen, zum Anfang tut’s aber auch jede andere Rutenablage. Nach Möglichkeit sollte die Rute auf zwei Rutenhalter aufliegen, dadurch ist sie nicht so windanfällig. Die Bisse werden durch die feine Rutenspitze sehr gut angezeigt, je nach Köder wird gleich angeschlagen oder noch gewartet bis der Biss etwas kräftiger angezeigt wird. In der Elde spielen häufig Kleinfische mit dem Köder, sodass man nicht bei jeden Zupfer anschlagen sollte. Größere Fische haken sich bei der Schlaufenmontage auch oft selbst. Trotzdem sollte aber immer ein leichter Glossary Link Anschlag gesetzt werden. Hat man zu viele Fehlbisse muss man etwas variieren, z.B. kürzeres oder längeres Vorfach, kleinere Haken, kleinere Köder, früher oder später Anschlagen.
Der Futterkorb ist so schwer zu wählen, dass er nicht wandert. Wenn er durch die Strömung abgetrieben wird, verteilt sich der Futterteppich auf eine zu große Fläche und der Schwarm wird dementsprechend auseinander gezogen. Die Bissausbeute wird dann geringer ausfallen. In der Elde können manchmal selbst 100 g nötig sein.
Der Korb ist regelmäßig neu zu befüllen, da sonst der Schwarm wieder weiter zieht. Insbesondere der Brassen muss ständig unter Futter gehalten werden. In der Regel nach 5 min, jedoch spätestens nach 15 min hole ich die Angel ein und befülle den Korb wieder. Das Futter ist dabei leicht in den Korb zu drücken. Hat man beim Einholen noch Futterreste im Korb, ist das Futter zu klebrig oder man hat es zu fest in den Korb gedrückt.

Die Rutenstellung hängt von den Bedingungen ab, um den Strömungsdruck möglichst zu verringern, wird die Rute steil aufgestellt.


Rutenstellung

Da aber häufig Kraut in der Flußmitte treibt, ist es manchmal günstiger die Rute so abzulegen, dass die Schnur schon im Uferbereich ins Wasser taucht. Auf jedem Fall muss die Schnur zu Rute einen rechten Winkel bilden. Nur so kann man die Bisse eindeutig erkennen. Bei starker Strömung ist es sinnvoll, den Futterkorb etwas stromab einzuwerfen. Dadurch wird der Schnurbogen verringert und die Bisse werden besser angezeigt.


Rutenstellung

Zum Abschluss bleibt noch zu sagen, dass das Feedern einfacher ist als es sich anfangs anhört. Häufiger Anfängerfehler sind:

  • es wird ein zu leichter Futterkorb verwendet,
  • es wird zu selten geworfen und damit zu wenig Futter ins Wasser gebracht,
  • das Vorfach ist zu kurz,
  • es wird noch nebenbei mit der Stippe geangelt,
  • das Futter ist zu feucht und löst sich nicht aus dem Korb.

Wer diese berücksichtigt wird auch sehr bald Erfolg haben.

 

Weiterführende Links:

Fisch und Fang: Das erste mal Feedern - Teil 1 und Teil 2

Glossary Link Blinker: Einfach Feedern

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