Unbelehrbare muss man abmahnen, notfalls mit einer Sperre belegen. Zwei Mitglieder mussten eine vierteljährige Sperre in Kauf nehmen. Sie hatten trotz gesperrten Lachen dort geangelt und zudem noch mit einer Senke hantiert. Für eventuelle außergewöhnliche Maßnahmen sollte sich jeder im Schaukasten informieren. Dazu wurde er ja eigens geschaffen.
Sauberkeit ist und bleibt oberstes Gebot an den Gewässern. Denn auf einer Müllhalde hat bisher noch kein Angler Lust gehabt, seinem Hobby zu frönen. Dass gleiche gilt für eine Kloake. Hier wurde, der Vergleich sei erlaubt, bisher auch noch kein Fisch gefangen. Diese Unbelehrbaren sollte man einmal dorthin setzen und einen Tag lang angeln lassen. Auch sind leere Getränke Dosen leichter als volle und können ja besser wieder mit nach Hause transportiert werden. Trotzdem will der Verein Abfalleimer aufstellen, damit der Müll dorthin entsorgt werden kann.
Auch der bequeme Weg durch die Pacht Wiese ist nicht erlaubt. Es sollte am Damm entlang die 2. Lache aufgesucht werden.
Das Problem der „Rose Wiese" war leider nicht in den Griff zu bekommen. Trotz zahlreicher Arbeitseinsätze und vielen guten Ratschlägen von Experten setzte das Wasser die Gärten in der Nachbarschaft weiterhin unter Wasser. So mussten wir leider das Projekt beenden, da eine ständige Flutung des Teiches nicht möglich war. Der Pachtvertrag wurde mit der Stadt gekündigt.
In diesem Jahr wurden folgende Besatzmaßnahmen durchgeführt: Am 19.1.1998 drei bis vier pfündige Karpfen mit einem Gesamtgewicht von ca. 200 kg, am 1.4.1998 ca. 800 kg Weißfisch und am 16.10.1998 nochmals ca. 100 kg Karpfen in den Lachen ausgesetzt. Vor dem Gemeinschaftsangeln holten einige Vereinsmitglieder ca. 100 kg Forellen aus Schwerin ab. Bei der weiten Rückfahrt mit der wertvollen Fracht gerieten die „Fischholer" in einen Verkehrsstau, sodass ein Teil der Forellen verendete. Dieses Missgeschick soll nicht noch einmal passieren. So wurde vereinbart, dass der Züchter die Fische bis ans Wasser liefert, da er über ein Sauerstoffgerät am Transportfahrzeug verfügt.
Im Mai dieses Jahres bekam der Gewässerwart des Regional Verbandes Ludwig Hohl ca. 6 kg Glasaale zur Verteilung zugeteilt. Da durch den Ausbruch seiner Krankheit und durch seinen Tod keiner mehr die Gewässer Strecken kannte, für die sie bestimmt waren, wurden sie auf die Gewässer Strecken um Grabow aufgeteilt. Für das Jahr sind noch einige Bemerkungen anzufügen. Es wird bemängelt, dass 40 Mitglieder ihre Beitragsmarken nicht abgeholt haben. Es wurde auch festgestellt, dass zu den einzelnen Veranstaltungen nicht alle Mitglieder auch pünktlich erscheinen. Einstimmig wurden angenommen: den Kauf einer Garage zum Preis von 2.500,00 DM sowie eines Zeltes zum Preis von 250,00 M. Der Kauf eines Notstromaggregates wurde zurückgestellt, da sich keine Mehrheit dafür fand. Der Blick auf die Jahrtausendwende, verbunden mit dem Rückblick auf das Jahr 1999 kann doch hoffnungsvoller erfolgen, als man es erwarten durfte. Die gute Zusammenarbeit des Vorstandes mit den Mitgliedern brachte viele positive Aspekte hervor. Auf der Jahreshauptversammlung am 17.1.1999 waren mehr Mitglieder erschienen als in allen anderen Jahren zuvor. Erstmals wurde auf die Kassierung der Jahresbeiträge auf dieser Versammlung verzichtet. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden wurde der verstorbenen Mitglieder Werner Lemke und Ludwig Hohl gedacht. Anschließend stellte der Sportfreund Werner Raschke von der Partner - Gruppe Teutoburger Wald die Chronik des Anglervereins „Onkel Bräsig" e.V. vor, die er anlässlich des 50. Vereins Geburtstages in ca. 2½ Jahren geschrieben hatte. Sie wurde anschließend dem anwesenden Bürgermeister Herrn Ullrich Schult übergeben, der sie an das Heimatmuseum Grabow als Dauerleihgabe weiterleitete. Der Vorsitzende des Vereins Karl-Heinz Bull würdigte die gute Arbeit und verlieh dem Schreiber der Chronik Werner Raschke dafür, die vom Vorstand beschlossene, Ehrenmitgliedschaft.

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